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24.11.2018 Valentin Alex

Ankommen

  "Oh welche Zauber liegen in diesem kleinen Wort: Daheim." -Emanuel Geibel-"Oh welche Zauber liegen in diesem kleinen Wort: Daheim." -Emanuel Geibel-

"Oh welche Zauber liegen in diesem kleinen Wort: Daheim." -Emanuel Geibel-

Wir sind umgezogen. Nachdem wir "auf Wanderschaft" waren und innerhalb der letzten 6 Jahre viermal umgezogen sind, war es jetzt endlich: ANKOMMEN. Dieses Jahr haben wir 18 Yoga-Retreats organisiert und waren viel unterwegs mit den unterschiedlichsten Menschen, was uns viel Freude bereitet. Da ist es enorm wichtig, eine Base zu haben, eine Heimat, die Ruhe verspricht, einen Ort des Rückzugs, der einen immer wieder empfängt und willkommen heisst.

"Oh welche Zauber liegen in diesem kleinen Wort: Daheim." -Emanuel Geibel-

Das Daheim kann Rettung sein oder aber bedeutungslos, wenn ein "Abschalten" nicht möglich ist. Wenn im Inneren Krieg herrscht, kann auch im Aussen kein Frieden einkehren. Wenn die Ausstattung einer Wohnung luxuriös, stylisch oder gemütlich und warm ist, man aber heimkehrt und Ärger und Stress über die Schwelle trägt, verflüchtigt sich das Ankommen. Ein gestresster Geist wird auch am friedvollsten, paradiesischen Ort etwas zum Nörgeln und zum Ärgern finden, aber keine Heimat.

"Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen."

-François de La Rochefoucauld-

Da wäre ein Yoga-Retreat angebracht. Denn um die Schönheit im Aussen wirklich zu geniessen, können Yoga und Meditation den inneren Frieden ans Licht bringen, die Kraft wecken und die innere Schönheit entfalten. Wir können uns in unserem Leben bestimmte Anker kreieren, die uns Impulse von Aussen senden. Wenn diese Impulse positiver Natur sind, erinnert uns das Erlebte im Aussen an diesen Aspekt unserer eigenen inneren Natur. Daraus zieht man Kraft.

Dieser positive Anker kann ein Zuhause sein, wo Du aufatmest, sobald die Tür hinter Dir ins Schloss fällt. Es kann auch ein Song sein, der Dich belebt oder beruhigt und diese Wirkung verstärkt sich enorm durch Wiederholung. Dieser Anker kann auch ein Mensch sein, dem Du Dein vollkommenes Vertrauen schenkst. Sobald dieser Mensch in Deiner Nähe ist, laden sich Deine Akkus auf. Auch wenn Du Deine Matte ausrollst, kann schon dieses Ritual stimmungshebend wirken. In der Atmosphäre von Stabilität und Vertrauen ist der "fight or flight"-Modus ausgeschaltet. Deine Umwelt signalisiert keine "Gefahr" mehr, es müssen keine Stresshormone mehr ausgeschüttet werden. Der Parasympathikus kann sein Werk tun, der Teil Deines Nervensystems, der für Regeneration und die Entspannung des Systems zuständig ist.

Wir wünschen Dir für die letzten Wochen des Jahres ein friedvolles Ankommen im Aussen und im Inneren gleichermassen, da beides gleich-gültig und untrennbar ist. Die Jahresend-Zeit bereitet schon den Nährboden des neuen Jahres vor. Wer rastlos das Jahr abschliesst und kurz vor 12 zum Sylvesterfest einen Gedanken daran verschwendet, wie wohl das neue Jahr aussehen kann, was sich verändern darf, was fehlt und was zuviel ist, der ist etwas spät dran.

"Wir leben in einer Zeit vollkommener Mittel und verworrener Ziele." -Albert Einstein-

Deshalb lohnt es sich schon jetzt, das Jahr 2018 auf die Waagschale zu legen und zu ergründen, welcher Ballast über Bord darf. Denn wenn nicht jetzt, wann dann?
Ankommen bedeutet, zu spüren, was wichtig ist und was  nicht. Was ist von Bedeutung? Daraus können unsere Herzensziele erwachsen.

Herzliche Grüße sendet Dir Valentin und das gesamte Yoga Team Berlin.
P.S.: Wer mit uns im neuen Jahr ankommen möchte... nicht zu lange warten, alle New Years Retreats sind fast ausgebucht.