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16.07.2015 Valentin

"Tu es, oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen."

  Yogareisen mit Blick ueber die Wolken!Yogareisen mit Blick ueber die Wolken!

"Tu es, oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen." -Meister Yoda, StarWars-


"Tu es, oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen." (Meister Yoda, StarWars)

Ein Tag hat 24 Stunden, ist aber oft zu kurz, um all das "Müssen" unterzubringen, all die Verpflichtungen und die Dinge, die schon lange auf der Warteliste stehen. Wenn diese Warteliste länger statt kürzer wird, sammeln sich die Schuldgefühle, fleißiger sein zu müssen, effektiver handeln zu müssen oder weniger Pausen einlegen zu dürfen. Mitten im Kreuzfeuer der Argumente, die der Verstand in Anbetracht des schlechten Gewissens auf den Verhandlungstisch legt, sagt eine andere Stimme in Dir: "Roll jetzt einfach Deine Yogamatte aus und tu es!". Meister Yoda hat recht. Es gibt kein Versuchen. Wenn Du es tust (Yoga oder was auch immer Dich zentriert), ist es schlagartig still in der Denkmaschine da oben. Wenn Du es nicht tust, geht die Verhandlung des Verstandes weiter und jeder weiß, wie das endet.

Meine entscheidende Inspiration "es zu tun" kam vor vielen Jahren von Mark Withwell. Er riet mir, einfach meine Yogamatte auszurollen und mich draufzustellen. Irgendwas wird dann schon passieren, meinte er. Und es passierte etwas! Durch die regelmäßige Praxis von Yoga oder anderen Bewußtseinsübungen gewinnt eine andere Instanz die Entscheidungshoheit und weist den Verstand in die Schranken dessen, was er gut kann: das Analysieren. Wenn die Analyse endet, beginnt das Leben und die Freude kehrt zurück.

Die Instanz in uns, die um ihr Schöpferpotential weiß, die sich nicht zufrieden gibt mit "Job erledigen und danach auf's Sofa", die keine Ruhe gibt, wenn wir uns wie ein Bio-Roboter den täglich gleichen Handlungen widmen, ohne wirklich dabei zu sein, diese Instanz ist immer da, in jedem von uns, allgegenwärtig.

Also sollten wir froh und dankbar über die Unzufriedenheit sein, die sich einstellt, wenn Bewegungsarmut den Körper und die Seele über Tage lahmlegt oder wenn die einseitige Informationsflut der Medien-Nachrichten ihre depressive Stimmung in uns hinterläßt. Wir sollten froh sein, wenn uns diese schöpferische  Instanz immer wieder zuruft: "Komm endlich nach Hause! Nutze das, was Dir geschenkt wurde: ein Körper, ein Geist, ein Herz! Bewege Dich, denn Bewegung ist Veränderung. Leben ist Veränderung. Lass Dich nicht beeinflußen. Entscheide selbst!"

Die entscheidende Aufgabe des Menschen ist Veränderung, denn wie schnell sind wir wieder gefangen in endlosen Gedankenexperimenten, die uns der Verstand ausmalt, um alle Eventualitäten der Zukunft auszuloten. Oft gleicht diese "Verstandes-Zukunft" einem Horrorszenario. Glücklicherweise ist dieser Verstand niemals die Instanz der Veränderung. Veränderung zum Guten, Wahren und Schönen kommt aus dem Ruf, den Du schon kennst, aus dem "TU ES.".

Laßt uns guten Mutes vorangehen, grenzenlos ohne Mangel und Angst, laßt uns offen für Neues bleiben, damit wir auch im hohen Alter sagen können: "Ja, ich habe nie aufgehört zu leben, ich habe nie aufgehört zu forschen, ich habe nie stagniert und wenn ich hinübergehe, gehe ich mit einem Lächeln!"


"Mut ist wie ein Muskel. Er wird nur stärker, wenn man ihn regelmäßig gebraucht." (Ruth Gordon)